Etappen

Flüelen – Isleten – Isenthal

Etappe 1-Am Fjord von Uri – Vom See zum Gletscher
335 Höhenmeter, Wanderzeit ca. 4 Std., Distanz ca. 15 Kilometer
Flüelen – Isleten auch mit Schiff möglich, Isleten – Isenthal auch mit PostAuto möglich

Direkt beim Bahnhof sowie bei der Bus- und Schiffstation Flüelen startet der Wanderweg auf dem Trasse vom „Weg der Schweiz“ in Richtung Süden und führt weiter entlang der Bahnhofstrasse bis zum Schützenhaus. Hier zweigt der Weg ab und überquert die Reuss und es geht weiter durch das traumhaft schöne Naturschutzgebiet vom Reussdelta, vorbei an den künstlich erstellten Inseln nach Seedorf. Entlang der imposanten Gestaade vom Urnersee ist über Bolzbach rasch die Landzunge Isleten erreicht, welche dem Bergdorf Isenthal einen der grössten Badestrände am ganzen Vierwaldstättersee ermöglicht. An der Isleten ist der erste Industriebetrieb von Uri entstanden, hat doch hier der spätere Gründer vom Nobelpreis, Alfred Nobel, eine Sprengstofffabrik erstellt. Isleten ist aber auch ein Eldorado für Surter, Kiter und Kletterer.
Von nun an geht es bergauf über steile Felsriegel ins wildromantische Bergdorf Isenthal, das bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren konnte. Dies sicher auch, weil das Tal erst seit 1951 mit einer Strasse erschlossen ist.


Isenthal – St. Jakob – Gitschenen

Etappe 2 – In der Wildheulandschaft der Schweiz – Bergauf zur Alpwirtschaft

775 Höhenmeter, Wanderzeit ca. 3 Std., Distanz ca. 10 Kilometer

Isenthal – St. Jakob auch mit PostAuto möglich, St. Jakob – Gitschenen auch mit der Luftseilbahn möglich

 

In Isenthal lohnt es sich einen Abstecher auf den Urner Mundartweg, den Bärenweg oder den Handwerkerweg zu machen, welche alle uralte Traditionen auf einem romantischen Rundgang ums Dorf zeigen und erleben lassen. Auch der Friedhof und die Kirche sind ein Besuch wert. Die Traditionen vom Holzverarbeiten lassen sich im Dorf erleben und sind auf Schritt und Tritt präsent. 

Vom Dorf Isenthal aus führt die ViaUrschweiz weiter durchs Dorf, meist am wilden Dorfbach entlang und vorbei an herrlichen Bauernhöfen weiter ins Tal hinein über steile Heuwiesen mit seltenen Alpenblumen, farbigen Schmetterlingen und Wildtieren bis zur sehenswerten St. Jakob Kapelle. Von hier aus geht es steil aufwärts auf dem alten Viehfahrweg bis zur ganzjährig bewohnten Alp-Siedlung Gitschenen auf 1550 m ü.M. Nebst der Bergstation, verschiedenen Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten lohnt sich ein Besuch in der modernen Betrufkapelle, im Alpenkräu-tergarten oder auf dem naturkundlichen Höhenweg. Die Bewirtschaftung der wilden und steilen Wiesen unter den schroffen Felswänden hat den Bergheuern des Isenthals den Preis „Landschaft des Jahres 2016“ eingebracht. 


Gitschenen – Hinterjochli – Chälen – Klewenalp – Beckenried

Etappe 3 – Im Naturgarten der Zentralschweiz – der Alpenübergang

2‘225 Höhenmeter, Wanderzeit ca. 5 Stunden, Distanz ca. 13 Kilometer

Klewenalp – Beckenried mit Luftseilbahn möglich

 

Beim Aufstieg von Gitschenen zum höchsten Punkt der ViaUrschweiz - dem Hinter Jochli auf 2105 m ü.M. -  eröffnet sich dem Wanderer ein traumhafter Ausblick auf abwechslungsreiche Lebensräume mit Tal-, Berg- und Alpstufen sowie einer beeindruckenden Kulisse des vergletscherten Uri Rotstocks. Herrlich sind die Alpenblumen, welche je nach Jahreszeit und Höhe während des Aufstiegs sich in ihrer farbenfrohen Vielfalt abwechseln. Beim Hinter Jochli wird die Kantonsgrenze von Uri nach Nidwalden überschritten, keine Angst, eine Zollkontrolle findet nicht statt. Bald öffnet sich der Blick nach Norden auf die Klewenalp und den Vierwaldstättersee sowie auf das Schweizer Mittelland. Über Alpwiesen ist bald Tannibühl und die Klewenalp mit dem Klettergarten, dem Riccola-Kräutergarten, dem Murmeltierpark und den Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten erreicht. 

Ab der Klewenalp geht es bergab auf alten Güter- und Forstwegen mit immer wieder neuen Aussichten auf den Vierwaldstättersee und die Voralpen. Beckenried, das schönste Dorf am schönste See ist mit Schiff und PostAuto gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen und bietet die Möglichkeit zum Einkehren, zum Füllen vom Rucksack oder bei einem Bad im See oder Wettkampf auf dem Minigolfplatz die Wanderung abzuschliessen. 


Beckenried – Buochs – Ennetbürgen – Hammetschwand – Bürgenstock

Zusatzetappe – Ein Abstecher ins Hotelresort Bürgenstock – Entlang der Seemeile

695 Höhenmeter – Wanderzeit ca. 4 ½ Stunden, Distanz ca. 10 Kilometer

Beckenried-Buochs-Ennetbürgen mit PostAuto möglich, Hammetschwand – Bür-genstock mit Lift möglich

(Rückkehr ab Bürgenstock mit PostAuto und Zug via Stansstad und Stans nach Beckenried oder mit Bergbahn und Schiff via Kehrsiten und Luzern nach Beckenried)

 

Durchs Dorf Beckenried via Ermitage und Lourdesgrotte führt die Zusatzetappe vorbei an der Riedlikapelle mit herrlichem Blick auf den See gemütlich und ohne viel Höhenmeter nach Buochs. Auf der „Seemeile“ mit den zahlreichen Wassersportmöglichkeiten, Bademöglichkeiten und verschiedenen gemütlichen Restaurants ist gemütlich und meist direkt am See entlang Ennetbürgen auf der anderen Seite der Bucht zu erreichen. Nun beginnt der Aufstieg auf den höchsten Punkt der Stadt Luzern, den Hammetschwand mit 1128 MüM. Vorbei an der Hochzeitskapelle St. Jost und dem traumhaft schönen Hotel Honegg. Während dem Abstieg erhält man einen Eindruck vom Hotelresort am Bürgenstock und seiner traumhaft schönen Lage über der Seebucht von Luzern. 


Beckenried – Risletenschlucht – Emmetten – Treib – Rütli – Seelisberg

Etappe 4 – Am Urmeer zur Wiege der Schweiz – über tosende Wasserfälle

1‘150 Höhenmeter, Wanderzeit ca. 6 Stunden, Distanz ca. 15 Kilometer

Treib – Seelisberg mit Bergbahn möglich, Rütli – Treib – Seelisberg mit Schiff und Bergbahn möglich

 

Um die imposante Risletenschlucht am Dorfende zu erreichen ist ein Marsch entlang der Gestaade vom Vierwaldstättersee nötig. Die Schlucht ist beeindruckend und birgt die weltweit jüngsten Dinosaurier-Fussabdrücke, welche an einer Felswand zu sehen sind. Beim steilen Anstieg wird der Blick auf See und Berge immer offener und weiter und bald ist das gemütliche Bergdorf Emmetten mit der Jakobskirche sowie Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten erreicht. Von hier führen verschiedene Bergbahnen auf die angrenzenden Aussichtsterrassen vom Niederbauen und der Stockhütte mit einem Alpkäseweg sowie einem Wildbeobachtungspfad. Nicht verpassen darf man die kleine Kapelle im Sagendorf mit den seltenen Totentanzdarstellungen. Weiter geht es durch das natürliche Waldreservat vom Brennwald über die Stützberge weiter nach Volligen mit dem zweitältesten Haus von Uri und dem Schwybogen, wo einer der wenigen Berufsfischer vom Vierwaldstättersee seine Basis hat. Kurz Zeit später ist Treib erreicht mit dem bald 800 jährigen Schutzhafen mit Wirtshaus, das im Saal im oberen Stock über 70 Tagsatzungen der alten Orte beherbergte und somit wohl eine der ältesten Gasthäuser der Schweiz ist. In Treib legen die Schiffe seit 1854 an. Wo früher Sänftenträger die Gäste in den Kurort Seelisberg brachten, verkehrt heute eine gemütliche Standseilbahn. 

Um die Seelisberger Halbinsel herum und hinter dem Schillerstein vorbei (der nur während der Schifffahrt zwischen Rütli und Treib zu sehen ist) geht es zuerst nochmals etwas bergauf und kurz nach der Jugendherberge, welche in einem alten ehemaligen Stallhaus untergebracht ist, wieder gemütlich durch das erste Urner Waldreservat bergab zum Rütli, dem Gründungsplatz der Schweiz. Nach einem Besuch der Rütliwiese, wo die Eidgenossen im Jahr 1291 mit ihrem Schwur die Schweiz gegründet haben, bleibt noch der Schlussanstieg zum Seelisberg mit den schönen Aussichtsterrassen, Restaurant, Hotels, der Bergkäserei und dem idyllischen Berg-Badesee. 


Seelisberg – Beroldingen – Bauen – Bärchi – Isenthal

Etappe 5 – Im Kreis der alten Eidgenossen – unterwegs auf dem alten Gotthardweg

770 Höhenmeter, Wanderzeit ca. 6 Stunden, Distanz ca. 13 Kilometer

Seelisberg – Treib – Bauen mit Bergbahn und Schiff möglich, Isleten – Isenthal mit PostAuto möglich

(Rückreise ab Isenthal nach Flüelen mit dem PostAuto oder via Isleten weiter dem Schiff in Richtung Brunnen-Treib-Beckenried-Luzern möglich)

 

Auf der Wanderung durch Seelisberg hindurch bietet sich vom Schillerbalkon und später von der Marienhöhe aus ein Blick auf Rütli, Urnersee und die beiden Mythen, welche der Genfer Maler Charles Giron im grossen Wandgemälde im Berner Nationalratssaal verewigt hat. Die kleine Kapelle von 1666 hat noch eine der ältesten Glocken der Schweiz im Kirchenturm, welche wohl den Eidgenossen beim Schwur auf dem Rütli bereits geschlagen hat. Durch den romantischen Tannwald und vorbei am Bergseeli lädt das Schloss Beroldingen an idealer Lage zu einem kurzen Rast und Besuch der Kapelle mit dem Rokkoko-Altar ein. Nun geht es bergab und zwar mit 960 Stufen auf beeindruckenden historischen Wegsubstanzen mit gemauerten Gassen und gepflästerten Saumwegen, damit der steile Abstieg aufgefangen werden kann. Bauen am Urnersee ist klimatisch bevorzugt, sodass hier auch Bananen- und Palmbäume wachsen. Bei der sehenswerten Dorfkirche steht das Denkmal von Pater Alberik Zwyssig, dem Komponisten vom Schweizer Psalm. Auf dem gleichen Weg waren früher Handelsleute, Kriegsherren und Künstler unterwegs, welche aus Luzern kommenden zu Fuss in Richtung Gotthard und dem Tessin unterwegs waren. Ein letzter Anstieg führt über den alten Landweg und den herrlichen Aussichtspunkt Bärchi bis zum Dorf Isenthal. Dem Ende der ViaUrschweiz. 


Der gesamte Weg ist auch auf "Wanderland Schweiz" zu finden.